Glossar

Bauchspeicheldrüsen- und Bauchspeicheldrüsen-Nierentransplantation (Pankreas- und Pankreas-Nierentransplantation)

Die Transplantation der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) bzw. die kombinierte Pankreas-Nierentransplantation kommt aktuell nur für Typ-1-Diabetiker in Betracht, die nach langem Verlauf ihrer Grunderkrankung Organschäden, insbesondere eine weit fortgeschrittene Einschränkung der Nierenfunktion, erlitten haben. Bei dieser Patientengruppe werden Bauchspeicheldrüse und Niere gemeinsam transplantiert. Die Kombinationstransplantation verbessert nicht nur die Lebensqualität: Sie ist auch als lebenserhaltender Eingriff zu bewerten, da eine neuerliche diabetische Nierenschädigung verhindert und das Sterberisiko halbiert wird. Aufgrund der Übertragung der insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse ist deren Transplantation eine ursächliche Behandlung des insulinpflichtigen Diabetes mellitus. Das Ziel der Transplantation ist die Wiederherstellung einer ausreichenden körpereigenen Insulinproduktion, die eine zusätzliche Insulin-Therapie unnötig macht, bzw. gegebenenfalls der Ersatz der geschädigten Niere.

Seit 2007 besteht für den Pankreas- und Pankreas-Nierentransplantation für alle deutschen Transplantationszentren eine Verpflichtung zur Teilnahme an der externen stationären Qualitätssicherung. Ein Schwerpunkt im Rahmen der Qualitätssicherung ist die Verlaufsbetrachtung der Patienten nach einem, zwei und drei Jahren (Follow-up).

Seit dem Erfassungsjahr 2012 erfolgt aufgrund der geringen Fallzahlen in diesem Leistungsbereich eine über zwei Jahre zusammengefasste Auswertung der Daten. Das bedeutet auch, dass der Strukturierte Dialog mit den Krankenhäusern nur alle zwei Jahre geführt wird.

(Quelle: AQUA- Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen. https://www.sqg.de/front_content.php?idcat=15. Stand: September 2013)

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Besondere apparative Ausstattung

In der modernen Medizin werden viele Geräte eingesetzt. Das Krankenhaus stellt hier dar, welche Geräte ihm für die Feststellung und Behandlung der Krankheiten ihrer Patienten zur Verfügung stehen. Dabei kann es sich zum Beispiel um spezielle Röntgengeräte oder Kernspintomographen handeln. Geräte, die zur üblichen Ausstattung eines Krankenhauses gehören, werden hier allerdings nicht angegeben (z.B. Blutdruckmessgeräte, EKG, Blutzuckermessgeräte, Infusionspumpen).
Die Angaben zur besonderen apparativen Ausstattung können Ihnen bei der Auswahl eines Krankenhauses weiterhelfen, wenn Sie wissen, dass ein spezielles Gerät oder Verfahren für die Behandlung Ihrer Krankheit erforderlich ist.

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Bettenzahl

Die Bettenzahl sagt über die Qualität des einzelnen Krankenhauses kaum etwas aus. Sie ist ein Maß für die Größe eines Krankenhauses. Ein deutsches Krankenhaus hat durchschnittlich 246 Betten (2011: 2041 Krankenhäuser mit insgesamt 502.000 Betten). Im Jahr 2011 hatten in Deutschland etwa 4 Prozent der Krankenhäuser mindestens 800 Betten, 15 Prozent zwischen 400 und 799 Betten, 47 Prozent zwischen 100 und 399 Betten und rund 34 Prozent weniger als 100 Betten.

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BKK Dachverband e.V.

Der BKK Dachverband e. V. wurde im Januar 2013 als politische und fachliche Interessenvertretung der betrieblichen Krankenversicherungen in Deutschland etabliert. Er organisiert die Interessen der betrieblichen Krankenversicherung und bringt sie in den gesundheitspolitischen Diskurs auf Bundesebene ein. Der Verband zieht seine Stärke aus der großen Nähe der Betriebskrankenkassen zur deutschen Wirtschaft. Unternehmen in Deutschland haben ein vitales Interesse an motivierten Belegschaften, die lange gesund bleiben. Dieser betriebsspezifische Zugang bildet eine der Kernkompetenzen des BKK Dachverbandes, der seit dem 1. Juli 2013 durch Franz Knieps als Vorstand geleitet wird.

Aktuell sind 94 Betriebskrankenkassen und vier Landesverbände Mitglieder des Dachverbandes. Sie repräsentieren rund zehn Millionen Versicherte.

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Bruch des Oberschenkelknochens nahe des Hüftgelenks (Hüftgelenknahe Femurfraktur)

Ein Bruch (Fraktur) im oberen, d. h. zum Hüftgelenk gewendeten Teil des normalerweise sehr stabilen Oberschenkelknochens (Femur) wird als hüftgelenknahe Femurfraktur bezeichnet. Diese Brüche sind meist unfallbedingt. Je nach Lage des Bruches wird zwischen einer Schenkelhalsfraktur und einer sogenannten pertrochantären Fraktur unterschieden. Erstere sind Brüche im direkt in den Hüftkopf übergehenden Knochenteil, letztere sind Brüche im Übergangsbereich zwischen Schenkelhals und großem Oberschenkelknochen.

Aufgrund der im Alter abnehmenden Festigkeit der Knochensubstanz bis hin zum Knochenschwund (Osteoporose) und gleichzeitig zunehmender Bewegungsunsicherheit, ist die hüftgelenknahe Femurfraktur eine typische und häufige Verletzung älterer Menschen. Hier kann bereits ein kleiner, z. B. durch Gangunsicherheit verursachter Sturz zu einem Bruch führen. Von den jährlich ca. 100.000 Brüchen entfallen ca. 85 % auf Menschen, die 70 Jahre und älter sind. Angesichts der demographischen Entwicklung ist hier also von zunehmenden Fallzahlen auszugehen.

Bei der operativen Behandlung einer Femurfraktur unterscheidet man grundsätzlich zwischen hüftkopferhaltenden (osteosynthetischen) und hüftkopfersetzenden (endoprothetischen) Verfahren. Das Ziel ist in jedem Fall eine möglichst schnelle Wiederherstellung der Mobilität und körperlichen Belastbarkeit der Patienten. Gerade auch für ältere Menschen ist die schnelle Genesung sehr wichtig, weil sonst in Folge der Erkrankung nicht selten ein Verlust der Selbstständigkeit bis hin zur dauerhaften Pflegebedürftigkeit eintritt.

(Quelle: AQUA- Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen. https://www.sqg.de/front_content.php?idcat=15. Stand: September 2013)

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Bundesdurchschnitt

Der Bundesdurchschnitt gibt das durchschnittliche Ergebnis aller deutschen Krankenhäuser für diesen Qualitätsindikator wieder. Man kann das Ergebnis eines Krankenhauses mit dem Bundesdurchschnitt vergleichen und sehen, ob es besser oder schlechter als der Durchschnitt ist.

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